Corona Reisebeschränkungen: Alle Infos zu Urlaubszielen & Fluggesellschaften

Reisebeschränkungen Corona Deutschland
Corona Reisebeschränkungen gibt es nicht nur in Deutschland / Foto: Yuttapholstocker Shutterstock.com

Durch die Corona-Krise ist das Reisen fast wortwörtlich von einem Tag auf den anderen unmöglich geworden. Zuerst kamen vereinzelte Flugausfälle, dann großflächige Stornierungen durch die Airlines selbst und zu guter Letzt die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Die Reisebeschränkungen Deutschland sind rigoros verstärkt worden, sowohl für Reisen ins Ausland als auch für Urlaube in deutschen Regionen. So soll die Einreise weiterer infizierter Personen unterbunden und die Ausbreitung von Covid-19 verhindert werden.

Doch wie ist die Lage in den beliebtesten Urlaubsregionen, wie den Balearen, Südspanien, der Karibik und Griechenland? Wie steht es um die Reisebeschränkungen Türkei, immerhin das Land, wo ein Gutteil der deutschen Touristen gerne Strandurlaub ab dem späten Frühjahr macht? Wir bringen Sie auf den aktuellsten Stand  in Sachen Reisebeschränkungen Corona.

Corona Reisebeschränkungen: So ist die Situation in den 10 beliebtesten Urlaubsländern

  • Italien

Italien ist derzeit eins der Länder mit den meisten Toten durch Corona. Daher gelten äußerst strenge Corona Reisebeschränkungen: Die Verbindungen in die europäischen Nachbarländer per Zug oder Flugzeug sind massiv reduziert worden. Durch den ausgerufenen Notstand und die Ausgangssperren ist der Besuch von Sehenswürdigkeiten oder den Stränden der Adria nicht möglich. Alle Einschränkungen gelten sowohl für Touristen als auch Einheimische, daher kommt das Reisegewerbe in Italien derzeit so gut wie komplett zum Erliegen.

  • Spanien

Auch Spanien meldet eine massive Erhöhung der Anzahl von Corona-Infizierten und Toten aufgrund von Covid-12. Im ganzen Land verhängte die Regierung Mitte März des Ausnahmezustand und ein Einreiseverbot für alle ausländischen Bürger, die nicht einem der EU-Staaten angehören. Vorerst gelten die Maßnahmen bis zum 11. April, eine Verlängerung scheint angesichts der drastischen Umstände jedoch wahrscheinlich. Dass die für den Besuch von Stränden und Sehenswürdigkeiten geltenden Reisebeschränkungen Corona vor Mai gelockert werden, ist unwahrscheinlich.

  • Türkei

Seit dem 14. März, als in Deutschland die Zahl der Erkrankten deutlich anstieg, dürfen keine Bundesbürger mehr in die Türkei einreisen. Dieses Verbote gilt unter anderem auch für Italiener und Spanier. Die Reisebeschränkungen Türkei beinhalten auch die drastische Reduzierung aller internationalen Flüge, vor allem in die EU, vorerst gelten die Sperrmaßnahmen für Deutsche bis Ende April.

  • Griechenland

Auch Griechenland schottet sich ab: Fährverbindungen von Italien aus wurden ausgesetzt, der Takt der innereuropäischen Flüge ebenfalls stark gesenkt. Viele Urlaubsregionen sind leer, das liegt auch an der zweiwöchigen Quarantäne, die der Staat für Einreisende aus Ländern verhängt hat, in denen Corona besonders grassiert. Die griechischen Maßnahmen kommen den Reisebeschränkungen Deutschland nahe und setzten auf das zeitweilige Einreiseverbot für Touristen, die sich immer mehr als potenzielle Virusträger herausstellen.

  • Österreich

Österreich ergreift schwerwiegende Maßnahmen, um das Virus einzudämmen: Alle aus Deutschland kommenden Personen müssen entweder ein ärztliches Attest vorlegen, das ihre Gesundheit bestätigt, oder die österreichische Staatsbürgerschaft beziehungsweise den festen Wohnsitz im Land haben. In diesen beiden Fällen ist die Einreise zwar möglich, anschließend aber eine 14-tägige häusliche Quarantäne obligatorisch, was Österreich als Reiseziel vorerst ausschließt.

  • Frankreich

In Frankreich werden große Teile des Zug- und Metroverkehrs lahmgelegt, auch Flüge aus dem Ausland fallen teilweise aus. Die strikte Ausgangssperre, die die französische Regierung Mitte März verhängt hat, dauert noch an und wird vermutlich bis Ende April verlängert. Die Einreise ist für Bundesbürger zwar möglich, touristische Unternehmungen sind aber wegen dem ausgerufenen Notstand absolut nicht möglich.

  • Portugal

Das westeuropäische Land scheint bislang in Bezug auf die Zahl der Corona-Infektionen noch glimpflich davonzukommen, ergreift jedoch präventive Maßnahmen. Die Ein- und Durchreise für EU-Bürger ist gestattet, allerdings müssen diese sich ebenfalls an den ausgerufenen Notstand halten und müssen eine zweiwöchige Quarantäne akzeptieren, wenn sie sich in Portugal aufhalten wollen. Alle Flüge von und nach Spanien wurden ausgesetzt, das ist wichtig, wenn beim Flug beispielsweise ein Umstieg an den Drehkreuzen Madrid oder Barcelona eingeplant ist.

  • Mexiko

Mexiko behält sich das Recht vor, ankommende Touristen aus Corona-Risikogebieten zurückzuweisen, was bereits vereinzelt in die Praxis umgesetzt wurde. Viele südamerikanische Fluglinien haben ihre Verbindungen mit Europa reduziert oder zeitweise vollständig ausgesetzt, lediglich nach Cancún und Mexiko-Stadt gibt es noch vereinzelte Direktflüge. Die Grenzen sind weiterhin geöffnet, Einreisebeschränkungen für EU-Bürger werden jedoch derzeit erwägt.

  • USA

Die Vereinigten Staaten haben Anfang März ein Einreiseverbot für deutsche Staatsbürger erlassen, das vorläufig 30 Tage in Kraft ist. Somit ist die Einreise in die USA oder auch die Durchreise nicht möglich, Sie dürfen das Flugzeug nicht verlassen. Auch Angestellte von amerikanischen Firmen sind davon betroffen, man geht derzeit davon aus, dass die Einreiseverbote für EU-Bürger noch bis Ende Mai verlängert werden.

  • Ägypten

Das nordafrikanische Urlaubsland hat Mitte März den gesamten Tourismus und Flugverkehr stillgelegt. Vereinzelte Flüge für die Ausreise ausländischer Bürger wurden noch genehmigt, davon abgesehen wurden die Flughafen geschlossen. Deutsche, die über den Land- und Seeweg nach Ägypten einreisen, müssen sich einer mehrwöchigen Quarantäne unterziehen, der Ort dafür kann von den Behörden auch in staatlichen Unterkünften angeordnet werden.

So handeln die 10 größten Airlines in der Corona-Krise

  • Lufthansa

Die Lufthansa will die Flüge zu wichtigen Großzielen wie London oder Rom sowie innerhalb Deutschlands aufrechterhalten. Wie alle Fluglinien ist sie den Einreiseverboten einzelner Staaten unterworfen: In die USA beispielsweise können derzeit viele Verbindungen nicht angeboten werden. Es werden kostenlose Umbuchungen sowie Erstattung in Gutscheinform angeboten, die komplette Rückerstattung von Geldbeträgen ist derzeit nicht in den angegeben Fristen möglich.

  • EasyJet

Aufgrund der Lage in dem Vereinigten Königreich hat die britische Fluglinie alle Verbindungen nach Europa und Übersee gestrichen und ist damit am schwersten von den Corona Reisebeschränkungen betroffen. Zwar konnten noch viele im Ausland befindliche Kunden zurückgeholt werden, durch die Gefährdung des Bordpersonals und die zahlreichen Einreisebeschränkungen an Zielflughäfen beschloss das Unternehmen einen zeitweiligen Shut-Down.

  • Ryan Air

Der irische Günstigflieger hat einen Notfallplan für seine Flüge ausgerufen, der vorerst bis zur zweiten Aprilwoche gültig sein wird. Verbindungen in Länder, die besonders betroffen sind, wurden extrem reduziert, insgesamt beläuft sich der Ausfall der Verbindungen auf rund 85 Prozent.

  • Condor

Auch die kürzlich erst von der Insolvenz bedrohte Fluglinie musste ihren Einsatzplan kürzen. Bis auf Weiteres werden Flugziele nur von Frankfurt aus angeflogen. Da viele Länder die Einreise von deutschen Staatsbürgern Bedingungen unterworfen haben, sind Ziele wie die USA, Mexiko oder Griechenland derzeit nicht regulär durchführbar.

  • Euro Wings

Auch bei Euro Wings fallen seit Mitte März vor allem Langstreckenflüge aus. Außerdem reduziert das Unternehmen Flüge in besonders von Corona betroffene Länder, wie zum Beispiel Großbritannien oder Spanien (inklusive die Balearen und Kanaren). Es ist empfehlenswert, bei einem gebuchten Flug den tagesaktuellen Flugplan zu checken, der auf der Webseite einsehbar ist.

  • Sun Express

Die türkische günstige Fluggesellschaft hat bis auf Weiteres alle Flüge mit internationalen Zielen gestrichen. Das betrifft vor allem Deutschland, wo zuvor mehrere dutzend Verbindungen am Tag geflogen wurden. Auch die Flüge innerhalb eines Landes – außer der Türkei – liegen auf Eis, die Bestimmungen sind bis mindestens Ende April in Kraft.

  • Emirates

Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emiraten hat Ende März überraschend ein vollständiges Flugverbot für alle dort ansässigen Airlines erlassen. So bleiben alle Emirates-Maschinen bis auf weiteres am Boden, für alle betroffenen Buchungen gilt das Rückerstattungsrecht. Wann die Airline wieder Passagiere aus Deutschland befördern kann, ist derzeit nicht absehbar.

  • SWISS

Auch Swiss Airlines fährt ein massiv reduziertes Flugprogramm: Von den Langstreckenflügen ist nur New York verblieben, außerdem die meisten europäischen Hauptstädte. Umbuchungen für alle Flüge mit einer Buchung vor Mitte März ist möglich, wegen der aktuell zahlreichen Corona Reisebeschränkungen bietet Swiss Air einen Rabatt für den Wechsel zu Flügen im Sommer und Herbst an.

  • Wizz Air

Auch Wizz Air hat einige Flüge aus dem Programm genommen, vornehmlich die Länder, die Quarantänebestimmungen für EU-Bürger erlassen haben. Eine Umbuchung der betroffenen Tickets ist möglich, bei der Wahl eines Gutscheins gibt Wizz 20 Prozent des Flugpreises als Bonus dazu.

Fazit

Corona Reisebeschränkungen haben Stand heute in jedem Land der Welt Einzug gehalten. Von Südeuropa über Skandinavien bis hin zu Nordamerika und der Karibik kontrollieren Staaten streng die Einreisenden beziehungsweise lassen nur noch Staatsbürger und Personen mit dauerhaftem Wohnsitz ins Land. Diese Maßnahmen können sich beinahe im Tagestakt ändern, weswegen ein gründliches Einsehen der Informationen auf den Webseiten der Botschaften und/oder des deutschen Auswärtigen Amtes sehr sinnvoll ist.