Die Salzburg Sehenswürdigkeiten bekommst du in zwei Tagen bequem zusammen, wenn Unterkunft und Reihenfolge stimmen. Der Klassiker unter den Fehlplanungen geht nämlich so. Morgens Mirabellgarten, dann hinauf zur Festung, wieder hinunter in die Getreidegasse, mittags mit dem Bus nach Hellbrunn, abends noch schnell auf den Mönchsberg. Klingt nach vollem Programm. Ist vor allem viel Auf und Ab.
Salzburg liegt auf zwei Ebenen. Unten die Altstadt, flach, eng, in zehn Minuten durchquert. Oben ein zusammenhängender Bergrücken mit Festung, Museen, Waldwegen und Aussicht, der mitten in der Stadt anfängt. Wer zwischen beiden dreimal am Tag wechselt, verliert jedes Mal eine Viertelstunde und einmal die Geduld. Wir sortieren die Klassiker deshalb nach Zeitbedarf und Nachbarschaft statt nach Berühmtheit. Wo du dafür am besten schläfst und was dein Termin kostet, zeigt dir der Vergleich am Seitenanfang.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Salzburg im Überblick
Vorab, damit die Erwartung stimmt. Zwischen Dom und Getreidegasse liegen keine dreihundert Meter, und selbst der Mirabellgarten auf der anderen Salzachseite ist zu Fuß in einer Viertelstunde erreicht. Zeit kosten nicht die Wege, sondern die Innenräume.
| Sehenswürdigkeit | Realistischer Zeitbedarf | Was sie besonders macht |
|---|---|---|
| Festung Hohensalzburg | 2 bis 3 Stunden | Wehrgänge, Fürstenzimmer und der Blick, den alle im Kopf haben |
| DomQuartier | ab 1,5 Stunden | Rundgang über die Emporen, du schaust von oben in den Dom hinein |
| Mozarts Geburtshaus | rund 1 Stunde | Originalinstrumente der Familie in der echten Wohnung |
| Petersfriedhof und Katakomben | 30 bis 45 Minuten | Arkadengrüfte an der Felswand, Kapellen im Berg darüber |
| Mirabellgarten | 20 Minuten | Der berühmteste Fotoblick der Stadt, mit Festung in der Achse |
| Getreidegasse mit Durchhäusern | so lange du willst | Zunftschilder oben, versteckte Innenhöfe seitlich |
| Mönchsberg | 1 bis 2 Stunden | Stadtberg mit Aufzug, Museum der Moderne und leeren Wegen |
| Salzburger Dom | 20 Minuten | Frühbarocker Kuppelbau, in dem Mozart getauft wurde und später Orgel spielte |
| Schloss Hellbrunn | halber Nachmittag | Wasserspiele im Park, die Gäste seit vierhundert Jahren nass machen |
| Untersberg | halber Tag | Seilbahn auf ein Karstplateau mit Blick über das Alpenvorland |
Die ersten sieben Ziele liegen in der Innenstadt, die letzten drei am Stadtrand oder davor. Und vier davon sind unmittelbare Nachbarn, nämlich rund um den Kapitelplatz. Dom, Petersfriedhof, Stiftskirche und der Aufgang zur Festung sind Nachbarn. Wer dort startet, hat die halbe Liste erledigt, bevor die ersten Reisegruppen aus den Bussen steigen. Wer mehrere Innenräume plant, rechnet vorher die Salzburg Card durch: Der Tourismusverband verlangt für Erwachsene von April bis Oktober rund 38 € für 24 Stunden und rund 49 € für 72 Stunden, im Winterhalbjahr etwas weniger, und dafür sind je ein Eintritt in die Museen und die städtischen Verkehrsmittel abgedeckt. Welche Unterkünfte in genau diesem Viertel für deinen Zeitraum noch frei sind, siehst du am schnellsten in der Suche oben auf dieser Seite.
Angebote für Salzburg
Zur SucheFestung Hohensalzburg: hinauf, und über den Grat zurück
Die Burg über der Stadt wurde ab 1077 gebaut und über Jahrhunderte immer weiter aufgestockt. Man sieht ihr das an. Der Kern ist wehrhaft, die Fürstenzimmer darin sind spätgotisch fein, und die Basteien außen herum stammen aus einer Zeit, als man sich noch vor Kanonen fürchtete. Zwei Stunden gehen dort oben unbemerkt vorbei, mit Kindern eher drei, weil ein Wehrgang immer noch einen weiteren Wehrgang ergibt. Geöffnet ist nach Angaben der Burgenverwaltung von Mai bis September zwischen 8:30 und 20 Uhr, im Winterhalbjahr von 9:30 bis 17 Uhr. Das Basisticket mit FestungsBahn kostet Erwachsene rund 14,50 € und Kinder rund 5,90 €, die All-inclusive-Variante mit Magischem Theater rund 18,00 € beziehungsweise 6,80 €; zu Fuß statt mit der Bahn hinauf wird es jeweils einige Euro günstiger.
Der eigentliche Trick liegt aber im Rückweg. Statt denselben Hang wieder hinunterzulaufen, gehst du oben nach Westen weiter. Der Weg führt am Stadtalm-Plateau vorbei über den Mönchsberg, immer mit Blick über die Dächer, meistens fast allein, und endet nach knapp 45 Minuten beim Museum der Moderne. Von dort bringt dich der Mönchsbergaufzug im Berginneren wieder auf Altstadtniveau, direkt neben das Festspielhaus. Ein Aufstieg, zwei Aussichten, kein Doppelweg.
REISEBÜRO.DE EXPERTEN-TIPP: Nimm die FestungsBahn hinauf und den Mönchsberg zurück, nicht umgekehrt. Bergab über den Grat sparst du dir rund 130 Höhenmeter Anstieg, und der Aufzug am anderen Ende fährt bis in den Abend. Wer gegen 17 Uhr losgeht, hat den Rücken zur Sonne und die Altstadt im warmen Licht vor sich.
Mozarts Geburtshaus oder Mozart-Wohnhaus: reicht eines?
Für die meisten reicht eines, und das ist das Geburtshaus in der Getreidegasse 9. Dort lebte die Familie 26 Jahre lang auf rund 130 Quadratmetern im dritten Stock, und dort steht heute die Sammlung mit den Originalinstrumenten, darunter die Kindergeige. Etwa eine Stunde solltest du einplanen. Geöffnet ist täglich von 9 bis 17:30 Uhr, im Juli und August von 8:30 bis 19 Uhr, letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schluss.
Der Eintritt liegt für Erwachsene bei 18 €, Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen 6 €, und das Kombiticket mit dem Mozart-Wohnhaus am Makartplatz kostet 25 € (Internationale Stiftung Mozarteum). Das Wohnhaus ist heller, moderner aufbereitet und deutlich weniger voll. Wenn Musik der Grund für die Reise ist, nimm beide. Wenn du einfach sehen willst, wo er geboren wurde, nimm das Geburtshaus und geh danach lieber einen Innenhof weiter.
Barrierefrei ist das Geburtshaus übrigens nicht, die alten Stiegen sind eng und steil. Mit Kinderwagen ist das Wohnhaus die entspanntere Wahl.
DomQuartier: der Rundgang, der die Stadt erklärt
Wenn du in Salzburg nur ein Museum machst, dann dieses. Das DomQuartier verbindet die Prunkräume der Residenz, das Dommuseum und das Museum St. Peter zu einem einzigen Rundgang durch die Obergeschosse, und dabei kommst du auf die Emporen im Dom, von wo aus der Kirchenraum plötzlich ganz anders wirkt. Genau diesen Weg nahm der Fürsterzbischof, wenn er vom Wohnzimmer zur Messe wollte, ohne einen Fuß auf die Straße zu setzen.
Erwachsene zahlen 15 €, das Familienticket kostet 32 €, und geöffnet ist täglich außer Dienstag von 10 bis 17 Uhr, im Juli und August bis 18 Uhr. Anderthalb Stunden sind das Minimum. Die Residenzgalerie mit der Gemäldesammlung bleibt allerdings noch bis Herbst 2027 geschlossen, dafür gibt es ein reduziertes Ticket für 12 €. Das ist der Grund, warum wir zum DomQuartier trotzdem klar raten. Schon die Prunkräume und der Blick von der Dombogenterrasse sind die 12 € wert, auch ohne Galerie.
Salzburg Sehenswürdigkeiten an einem Tag: die Route, die aufgeht
Ein Tag reicht für die Altstadt, wenn du dich auf zwei Innenräume beschränkst und den Rest zu Fuß nimmst. Diese Reihenfolge hat sich bewährt, weil sie den Berg genau einmal ansteuert und die vollen Stellen zu den ruhigen Zeiten erwischt.
- Vor 9 Uhr durch die Getreidegasse. Die Gasse gehört dir fast allein, die Zunftschilder hängen im Morgenlicht, und die Bäckereien haben offen.
- Über ein Durchhaus zum Universitätsplatz, wo der Grünmarkt aufbaut. Hier riecht es nach Käse und gebratenen Zwiebeln, hier frühstückst du im Stehen.
- Weiter zum Petersfriedhof. Die Arkadengrüfte an der Konglomeratwand sind der stimmungsvollste Ort der Innenstadt, und die Katakomben im Fels darüber kosten nur ein paar Euro extra.
- Gegen 10 Uhr ins DomQuartier, solange die Emporen leer sind. Danach über den Kapitelplatz mit der goldenen Kugel zum Aufgang der FestungsBahn.
- Mittagszeit auf der Festung. Oben gibt es Gastronomie mit Aussicht, unten in der Stadt wäre jetzt ohnehin alles voll.
- Am Nachmittag über den Mönchsberg zurück und mit dem Aufzug hinunter.
- Zum Ausklang über den Makartsteg in die Neustadt: Mirabellgarten, Zwergerlgarten, und wer noch Kraft hat, steigt die Stufen zum Kapuzinerberg hinauf.
Und wenn nur ein halber Tag bleibt?
Dann Getreidegasse, Kapitelplatz, Festung. In dieser Reihenfolge, ohne Museum dazwischen. Das sind vier Stunden inklusive Kaffeepause und trotzdem der komplette erste Eindruck. Alles Weitere hebst du dir für den nächsten Besuch auf, denn Salzburg funktioniert auch als Wiederholungstäter-Stadt.
Mit Kindern: was tatsächlich funktioniert
Kinder mögen an der Festung genau zwei Dinge: die Bahn hinauf und den Wehrgang oben. Der Rest ist Verhandlungssache. Verlässlicher sind das Haus der Natur mit seinen Aquarien und dem Science Center im Herzen der Altstadt und das Spielzeug Museum gleich um die Ecke, das an Regentagen Gold wert ist.
Und dann gibt es noch Hellbrunn im Süden der Stadt, wo ein Fürsterzbischof im 17. Jahrhundert Wasserdüsen in seinen Garten einbauen ließ, um Gäste nass zu spritzen. Das Prinzip funktioniert vierhundert Jahre später unverändert. Die Schlossverwaltung nennt als Saison Ende März bis 1. November, geöffnet täglich ab 9:30 Uhr; Erwachsene zahlen rund 16,50 €, Kinder und Schüler von 4 bis 18 Jahren rund 6,50 €, und darin stecken Wasserspiele, Schlossausstellung und Volkskundemuseum. Für Familien ist das der Nachmittag, an dem alle zufrieden sind, auch wenn er nicht ganz trocken endet.
Sehenswürdigkeiten in Salzburgs Umgebung
Sobald ein zweiter oder dritter Tag dazukommt, lohnt der Blick über den Stadtrand. Zwei Ziele stehen dabei vorn, und beide sind mit dem Bus erreichbar.
Der Untersberg südlich der Stadt ist der Hausberg mit dem größten Effekt. Die Seilbahn fährt zur vollen und zur halben Stunde hinauf, nach dem Fahrplan der Untersbergbahn von Mai bis September zwischen 8:30 und 17:30 Uhr, im Winter kürzer, und im Spätherbst steht sie mehrere Wochen für die Revision still. Genau daran scheitern im November regelmäßig gut gemeinte Tagespläne. Oben stehst du auf einem Karstplateau, über das die Grenze zu Bayern verläuft, und schaust bei klarer Luft über das halbe Alpenvorland.
Das zweite Ziel liegt 19 Kilometer entfernt in Bad Dürrnberg bei Hallein: das Salzbergwerk, in dem die Salzburger Fürsten ihr Vermögen verdient haben. Du fährst mit der Grubenbahn in den Berg, rutschst über zwei Holzrutschen tiefer und überquerst einen Salzsee unter Tage. Erwachsene zahlen rund 35 €, Kinder von 4 bis 15 Jahren etwa 16 €, dabei ist das keltische Freilichtdorf am Berg eingeschlossen; die Saison läuft von Ende März bis Anfang November mit Einlass bis 17 Uhr, danach kürzer. Unter Tage hat es konstant um die 10 Grad, Overalls gibt es an der Kasse.
Wer mehr Zeit hat, fährt östlich in die Seenregion rund um Wolfgangsee und Hallstatt oder westlich über die Grenze zu Königssee und Berchtesgaden. Beides ist ein Tagesausflug, beides ein kompletter Szenenwechsel.
Die stillen Stunden, die kaum jemand nutzt
Salzburg ist eine kleine Stadt und empfängt jedes Jahr ein Vielfaches seiner Einwohnerzahl an Gästen. Zwischen 11 und 16 Uhr merkt man das am Domplatz deutlich. Drumherum bleibt erstaunlich viel Ruhe übrig.
Der Kapuzinerberg gegenüber der Altstadt ist ein bewaldeter Stadtberg mit Rehen, alten Wehrmauern und einem Aussichtspunkt, an dem selten mehr als drei Leute stehen. Das Benediktinerinnenstift Nonnberg unterhalb der Festung wird seit dem frühen Mittelalter bewohnt, und wer früh genug zur Morgenmesse kommt, hört Choralgesang hinter dem Gitter statt Trolleyräder auf Kopfsteinpflaster. Auch der Petersfriedhof ist vor neun Uhr ein anderer Ort.
Im Winter sieht die Stadt anders aus
Zwischen Ende November und Weihnachten steht der Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz, und die Festung ist abends angestrahlt. Museen und Kirchen sind dann weniger überlaufen als im Sommer, die Öffnungszeiten kürzer, die Tage kurz. Wenn dich Barock im Nebel mehr reizt als Barock im Gegenlicht, ist Januar oder Februar die unterschätzte Zeit, mit Kaffeehäusern, die dann wieder den Einheimischen gehören.
Welche Auswahl passt zu deinem Besuch?
Wer 2026 ein Wochenende einplant, nimmt Festung, DomQuartier und die Getreidegasse und lässt den Rest bewusst liegen. Bist du mit Kindern unterwegs, drehen sich die Prioritäten. Dann zählen Haus der Natur, Hellbrunn und der Untersberg, und die Kirchen nimmst du im Vorbeigehen mit. Interessiert dich Musik, planst du um einen Konzerttermin herum und stellst das Geburtshaus davor. Und wer zum zweiten Mal kommt, fängt am besten dort an, wo die Salzburg Sehenswürdigkeiten aufhören, nämlich auf dem Kapuzinerberg, im Nonnberg-Kloster und in den Innenhöfen abseits der Getreidegasse.
Wie du die Tage sinnvoll aufteilst, steht in unserem Überblick für einen Städtetrip an der Salzach, und alles, was vor Ort sonst noch hilft, sammeln die praktischen Hinweise zur Stadt. Für die Nächte dazwischen findest du Unterkünfte in Gehweite der Altstadt, und was in den Koffer gehört, klärt die Packliste für kurze Städtetrips. Verfügbarkeit und Termine prüfst du am besten gleich oben im Vergleich, bevor du dich für ein Wochenende entscheidest.
Und wenn die Salzburg Sehenswürdigkeiten abgehakt sind, hilft die Lage weiter. Innsbruck zwischen Inn und Nordkette liegt zwei Bahnstunden westlich, Wien mit seinen Kaffeehäusern und Museen zweieinhalb Stunden östlich, und die Klassiker im benachbarten München sind sogar noch schneller erreicht.
