Urlaub stornieren wegen Corona: Diese Regelungen gelten

Weltweite Reisewarnung ermöglicht Stornierung

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Verzweifelt am Telefon: Kann ich den Urlaub wegen Corona stornieren? Wir klären, welche Regeln gelten und wo Kosten entstehen können / Foto: Antonio Guillem Shutterstock.com

Mit rasanter Geschwindigkeit hat sich das Coronavirus von der chinesischen Provinz Wuhan in den letzten Wochen auf die gesamte Welt ausgebreitet. Das Deutsche Auswärtige Amt hat darauf mit einer weltweiten Reisewarnung reagiert. Es empfiehlt, alle nicht unbedingt notwendigen touristischen Reisen bis mindestens Ende April zu unterlassen. Drastische Beschränkungen im Reiseverkehr, Quarantänemaßnahmen und Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern sorgen dafür, dass es unmöglich ist bereits gebuchte und bezahlte Urlaube anzutreten. Spätestens seitdem die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020 das Coronavirus als Pandemie bezeichnete und den internationalen Gesundheitsnotstand ausrief, war klar dass die für die Eindämmung erforderlichen Maßnahmen auch den Reiseverkehr betreffen.

Urlaub stornieren Corona: Die gesetzlichen Regelungen

Urlaub stornieren Corona ist aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen möglich. Wenn am Ferienort oder in unmittelbarer Nähe “unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände” herrschen, liegt ein triftiger Stornogrund vor. Selbst in dem Fall, dass ein Reiseveranstalter den Urlaub wegen der aktuellen Situation nicht absagt, haben Kunden daher ein Rücktrittsrecht. Liegt der Reisezeitpunkt innerhalb der bisher vom Auswärtigen Amt verhängten Reisewarnung, ist Urlaub stornieren Corona kostenlos möglich. Da innerhalb Deutschlands Ausgangsbeschränkungen bestehen und Hotels geschlossen haben, sind auch Reisen innerhalb des Landes derzeit nicht möglich.

Was passiert mit nicht durchgeführten Flügen?

Mittlerweile bleiben in vielen Ländern Europas die Flugzeuge am Boden. Kunden, die bereits ein Tickt gebucht haben, erhalten eine Entschädigung wegen Corona. Die Airline muss entweder eine Ersatzbeförderung anbieten, was zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich ist. Denn immerhin werden keine regulären Linienflüge oder Charter abgefertigt. Artikel 8 der Fluggastrechte-Verordnung der Europäischen Union sagt aus, dass in diesem Fall die Ticketkosten zu erstatten sind oder ein Gutschein ausgegeben werden Nuss.

Konditionen für Reisen nach dem 30. April unterschiedlich

Da die Reisewarnung zum aktuellen Zeitpunkt nur bis Ende April gilt, beruht es auf der Kulanz der Reiseveranstalter, inwieweit Urlaube storniert oder verschoben werden können. Einige Unternehmen gehen davon aus, dass in wenigen Monaten die Beschränkungen aufgeschoben werden und bieten keine Vergünstigungen an. Bei anderen Veranstaltern wiederum gibt es Gutschriften. Wer eine für den Sommer oder einem späteren Zeitpunkt gebuchte Reise wegen der Coronakrise nicht antreten möchte, setzt sich am besten mit dem Veranstalter in Verbindung. Über die Urlaub stornieren Kosten muss sich niemand Gedanken machen, der eine Stornoversicherung abgeschlossen hat.

Richtig reagieren bei späteren Reisen

Wenn der Abreisezeitpunkt nach dem 30. April 2020 stattfindet, raten Experten vorerst kühlen Kopf zu bewahren. Ein spontaner Rücktritt ohne Versicherung ist in der Regel mit Kosten verbunden. Möchte man zum Beispiel im Herbst verreisen und hat bereits gebucht, sollte man den Sommer abwarten. Aus Angst vor Corona zu stornieren ist kein Grund für eine Erstattung der Kosten. Sollten die Reisewarnungen länger andauern oder es im Urlaubsland zu Einreiseverboten kommen, werden die Kosten sehr wohl erstattet. Pauschalreisen können in der Regel bis zu einer Woche vor dem Reisedatum zu den gleichen Konditionen wie Monate davor storniert werden.